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Aufstellen des Anliegens (IoPT) nach Prof. Dr. Franz Ruppert

Die Methode des 2010 von Prof. Dr. Franz Ruppert entwickelten "Aufstellens des Anliegens" geht aus dessen Theorie der mehrgenerationalen Psychotraumatologie hervor. Diese Theorie hat er aus den letzten gut 30 Jahren seiner psychotherapeutischen Arbeit mit Aufstellungen auf Basis seiner Erfahrungen und Erkenntnisse entwickelt.

Prof. Dr. Franz Ruppert geht auf dieser Basis davon aus, dass Psychotraumata die Hauptursache psychischer und körperlicher Gesundheitsprobleme sind und das diese über den Weg der Mutter-Kind-Bindung über Generationen weitergereicht werden. Aus diesen Erfahrungen hat er den Begriff des Symbiosetraumas entwickelt. Aus diesem erwachsen die verschiedenen Formen von "symbiotischen Verstrickungen", die wiederum die ganze Bandbreite pschychischer Auffälligkeiten und "Krankheiten" nach sich ziehen.

Auf dieser Basis bekommt die psychotherapeutische Arbeit mit Klienten eine eindeutige Ausrichtung: Es geht bei diesem Format der Aufstellungsarbeit nicht (mehr) um die Auflösung von Verstrickungen in einer Familie oder die Aussöhnung mit den Eltern, sondern um die praktische wie psychische Ablösung von traumatisierten Eltern und den Ausstieg aus symbiotischen Verstrickungen in einem Familiensystem. Es geht um die Integration der eigenen Persönlichkeitsanteile, die bei einem Symbiosetrauma und allen anderen damit verbundenen Traumata abgespalten worden sind.

Das generelle Ziel der Therapie ist die Förderung der gesunden Anteile eines Menschen und seiner Fähigkeiten zu einer autonomen und selbstverantwortlichen Lebensführung. Dazu ist der Ausstieg aus der Welt der symbiotischen Illusionen und all der anderen Überlebensstrategien erforderlich, da diese den Kontakt mit der traumatisierenden Realität verhindern, den Zugang zum Mitgefühl mit sich selbst überlagern und somit einen gesunden Kontakt mit sich und seiner Umwelt blockieren. 

Es geht darum, weder im Außen noch im Inneren Opfer oder Täter zu sein, sondern in eine gesunde psychische Entwicklung zu kommen. Wenn wir aus unseren Verstrickungen herausfinden, also unsere abgespaltenen Anteile integrieren, können unsere Gefühle wieder mit dem Strom des Lebens fließen. Dann sind wir als Mensch ganz lebendig, nah an der Realität und nah an uns selbst. Dann können wir uns symbiotisch konstruktiv und gleichzeitig autonom mit anderen Menschen verbinden.

 Den vorangestellten Text habe ich aus dem Buch "Trauma, Angst & Liebe" von Prof. Dr. Franz Ruppert zitiert.

Mit diese Methode lässt sich in der Einzelsitzung als auch in der Gruppe arbeiten.

 

Buchempfehlungen

Zum Thema Narzissmus:

  • Masken der Niedertracht, Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann, ISBN 978-3-423-36288-7 von Marie-France Hirigoyen, Medizinerin, Viktimologin, praktizierende Familientherapeutin in Paris
  • Narzißmus, Das innere Gefängnis, ISBN 978-3-423-34166-0 von Heinz-Peter Röhr, Pädagoge und Psychotherapeut an einer Fachklinik für Suchtmittellabhängige

 

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